Emma hat viele Liebesromane gelesen und träumt deshalb schon lange von einer Liebe und Ehe, die sie aus der Enge des Schweinezuchtbetriebs ihres Vaters befreien soll. Zu Beginn der Geschichte wird ihr dieser Wunsch erfüllt: Sie heiratet den Landarzt Charles Bovary, der sich unsterblich in sie verliebt hat. Nach der Hochzeit nimmt Charles Emma mit in sein Haus in der Kleinstadt Yonville. Während Charles seine Patienten versorgt, versucht Emma eine gute Ehefrau zu sein, doch schon bald wird ihr klar, dass dieses Leben durchaus nicht ihren Träumen entspricht…

4 Comments
Sie wurde als Opfer hier dargestellt…völlig falsch. Eine hysterische, gelangweilte, egoistische Frau
Buch ist viel schöner!
Ich habe das Buch gelesen und mochte es überwiegend – nicht. Ich bin kein Freund davon, Literatur Wort für Wort auseinander zu pflücken und ich verstehe, dass sicher "mehr" dahinter steckt, als nur die Beschreibung des Lebens einer Frau in den 1830ern. Nichts desto trotz, wollte ich mir dann gerne den Film ansehen, aus Neugier. Ich muss sagen, hätte ich das Buch nicht gelesen, hätte ich der Handlung nicht wirklich folgen können, da doch sehr viel Dialog und auch Emmas innerer Monolog ausgelassen wurde. Dennoch finde ich den Film, besonders im Vergleich zu anderen Historischen Dramen, gelungen. Besser als das Buch zumindest, welches mich sehr oft sehr gelangweilt hat. Ich mochte keinen der Charaktere sonderlich. Im Film war Charles mein Liebling, der arme Kerl. Und Mia Wasikowska ist einfach eine herausragende Schauspielerin und hat auch hier wieder ihr Können bewiesen und eine nicht-liebenswürdige Emma abgeliefert (wie es meiner Meinung nach auch sein sollte). Besonders haben mich die Kostüme und das Set des ganzen Films überzeugt. Alles wirkte sehr liebevoll und vor allen Dingen überzeugend produziert. Besonders Emmas immer teurer werdende Garderobe war ein gutes Stilmittel. Ziemlich enttäuscht war ich allerdings über das Ende. Wer das Buch gelesen hat, weiß was ich meine. Der Film hat die ganze Sache dann doch etwas zu sehr romantisiert, wie ich finde. Auch fehlte der Aspekt, dass Emma und Charles eigentlich eine kleine Tochter hatten. Natürlich kann man nur begrenzt viel Story in einen Film packen, aber die Roller der Mutter die ihr Kind vernachlässigt, hätte Emma weniger wie das "Opfer" wirken lassen, sondern wie der egoistische und desillusionierte Charakter, der sie eigentlich war.
Nun